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Heibel Ticker - Ausgabe 22 (DAX)

- Modifiziert am 14.6.2010 19:05
HeibelTicker Total posts: 88 - Mitglied seit: 29.1.2010

 

Heibel Ticker
Heibel Ticker

 

Börseninformationen verständlich aufbereitet

 

Wichtiger, als den neuesten "heißen Tipp" aufzuschnappen und Börsenentwicklungen hinterherzulaufen ist es, die Finanzwelt zu verstehen. So erkennen Sie neue Trends frühzeitig und können rechtzeitig Ihr Vermögen entsprechend investieren. Seit 1988 verfolgt Stephan Heibel aktiv das Börsengeschehen und erforscht stets die wahren Hintergründe von Kursbewegungen. Gründe, die Sie nur selten in den Massenmedien hören, geschweige denn verständlich aufbereitet bekommen. Vielleicht ist es sein Wesen als Diplom Volkswirt, dass er Zusammenhänge so lange durchleuchtet, bis eine schlüssige Erklärung erzielt wurde. Vielleicht ist es sein Interesse an seinen Mitmenschen, das ihn motiviert, verständliche Formulierungen zu finden.

 

"Es waren meine Leser, die mich seit meinen ersten, damals noch kostenfreien, Publikationen 1998 im größten deutschsprachigen Aktiennewsletter im Dialog durch Motivation und konstruktive Kritik dafür begeistert haben, Börseninformationen zu erstellen. Durch den direkten Kontakt mit meinen Lesern kenne ich Ihre vielfältigen Probleme und Fragen und kann so gezielt die Antworten finden."

 

Stephan Heibel


www.heibel-ticker.de

 





Kommentarliste
1 Kommentare
1
1 von 1 - 14.6.2010 19:07
HeibelTicker Total posts: 88 - Mitglied seit: 29.1.2010
______________________________________________

H E I B E L - T I C K E R S T A N D A R D

F I N A N Z I N F O R M A T I O N E N

- Einfach einen Tick besser -

______________________________________________

DEUTSCHE BIBLIOTHEK : ISSN 1862-5428

5. Jahrgang - Ausgabe 22 (04.06.2010)
Erscheinungsweise: wöchentlich Freitag/Samstag
* Bitte Schriftart Courier einstellen *
(-;______________________________________________;-)

I N H A L T

01. INFO-KICKER: NUR KURZE ERHOLUNG NACH SCHLECHTEM MAI
02. SO TICKT DIE BÖRSE: POSITIVES BILD BEI MONATSBETRACHTUNG
03. AUSBLICK: DEPOTCHECK FÜR LFR. BEOBACHTUNGSLISTE
04. KOLUMNEN-TICKER: SOLAR MILLENNIUM, SOLON
05. LESERFRAGE: RENTENVERSICHERUNG
06. BEOBACHTETE WERTE
07. DISCLAIMER / HAFTUNGSAUSSCHLUSS UND RISIKOHINWEISE

==============================================================
01. INFO-KICKER: NUR KURZE ERHOLUNG NACH SCHLECHTEM MAI
==============================================================

Liebe Börsenfreunde,

vielen Dank, liebe Sonne, dass Du endlich für gutes Wetter
sorgst. Während ich in den vergangenen Wochen des schlechten
Wetters kaum nachkam, Ihre besorgten Leserfragen zu
beantworten, ist der Strom an Leserfragen seit zwei Tagen
plötzlich abgeebbt. Ich nehme daher an, dass Sie an diesem
ersten schönen Wochenende dieses Jahres lieber nach draußen
wollen, als sich mit der Börse zu beschäftigen. Daher habe ich
die heutige Ausgabe auf das Wichtigste beschränkt. Nachdem die
vorige Ausgabe die längste je von mir geschriebene Ausgabe war,
ist es vielleicht eine verdiente kleine Pause.

Ungeachtet dessen möchte ich Sie aber nun auf ein kleines
Geschenk hinweisen, das jeder Kunde erhalten wird, der im
Kundenbereich die SMS-Funktion aktiviert und einzelne Titel in
sein „Mein Portfolio“ wählt. Nein, anders als bei sonstigen
Marketingaktionen werde ich mit Ihren Handy-Nummern nichts
weiter anstellen als Ihnen dringende Kauf- und
Verkaufsempfehlungen per SMS voranzukündigen. Das versprochene
Geschenk ist und bleibt ein Geschenk ohne Hintergedanken...

...nun gut, nicht ganz – ein Hintergedanke ist natürlich
vorhanden. Ich habe ein Geschenk für Sie organisiert, das mich
selbst persönlich so begeistert, dass ich mir hier permanent
ins Fäustchen lache. Wenn Sie dieses kleine Geschenk erhalten,
dann werden Sie (hoffentlich) auch schmunzeln und es Ihren
Liebsten zeigen.

Bis zum 30. Juni bleiben unterwöchige Aktualisierungen und SMS
Benachrichtigungen kostenfrei. Wenn Sie sich heute dafür
eintragen, dann erhalten Sie das Geschenk ohne sich für ein
späteres Abo zu verpflichten. Ich werde Sie am 1. Juli nochmals
separat zum Bestellen des SMS- und Aktualisierungsdienstes
auffordern. Nutzen Sie also die unverbindliche Probezeit zum
Testen dieses Dienstes und betrachten Sie das Geschenk als das
was es ist: Ein Geschenk.

Im heutigen Kapitel 02 habe ich die Monatsbetrachtung der
wichtigsten Indizes vorgenommen. Die langfristige
Betrachtungsweise eröffnet ein wesentlich optimistischeres Bild
als die kurzfristigen Stimmungsschwankungen an den Märkten.
Kurzfristig dürfte es noch eine Weile lang turbulent bleiben,
und gegen diese Turbulenzen hilft nur eines: Eine sinnvolle
Diversifizierung.

Ich habe daher im Kapitel 03 unsere langfristige
Beobachtungsliste einem Depotcheck unterzogen. Das
überraschende Ergebnis ist, dass besonders kurz- und
langfristig eine sehr gute Diversifizierung erreicht wurde und
sinnvoll ist. Mittelfristig hingegen ist es schwer, wenn nicht
gar unmöglich, die Marktschwankungen zu umgehen.

Im Kolumnenticker habe ich Tagesmeldungen zweier
Solarunternehmen kommentiert: Bei Solar Millennium ist der CEO
überraschend zurückgetreten. Bei Solon wurde eine Finanzierung
gesichert. Beides reicht noch lange nicht um meine vorsichtige,
wenn nicht pessimistische Haltung gegenüber diesen beiden
Unternehmen umzustimmen.

Die Verunsicherung steigt und auch der Rücktritt des höchsten
Repräsentanten des Volkes Horst Köhler hat nicht unbedingt dazu
beigetragen, Vertrauen in unser Schuldensystem zu haben. So
häufen sich die Leserfragen hinsichtlich der sinnvollen
Altersvorsorge: Riester, Rentensystem oder wo sollte am besten
das Ersparte hingegeben werden? Die Antwort darauf in der
heutigen Leserfrage im Kapitel 05.

Wie immer gibt es wichtige Aktualisierungen zu einzelnen Titeln
der Beobachtungsliste im Kapitel 06. Bitte beachten Sie: Wenn
Sie im Kundenbereich unter „Mein Portfolio“ einzelne Aktien
aktiviert haben, dann erhalten Sie diese Aktualisierungen
bereits unterwöchig immer dann, wenn ich sie schreibe.
Zusätzlich sende ich SMS-Nachrichten aus, wenn sich aus einer
solchen Aktualisierung eine Handlungsempfehlung wie kaufen oder
verkaufen ergibt. Auch das können Sie im Kundenbereich unter
Ihren Kundendaten entsprechend aktivieren (Handynummer
eintragen und Häckchen für SMS-Dienst aktivieren). Wie gesagt:
Bis Ende Juni kostenfrei und zuzüglich eines kleinen Geschenks.

Die PDF-Version dieser Ausgabe wird Ihnen ab morgen früh im
Archiv sowie unter dem folgenden Link zur Verfügung stehen:
http://www.heibel-ticker.de/downloads/hts100604.pdf

Ich wünsche eine anregende Lektüre,

take share, Ihr
Börsenschreibel

Stephan Heibel

Chefredakteur und
Herausgeber des
Heibel-Ticker

P.S.: Lassen Sie mich Ihre Meinung, Kritik oder
Verbesserungsvorschläge wissen (selbst Lob ist willkommen ;-)
und schreiben Sie mir an leserbrief/at/heibel-ticker/./de.

==============================================================
02. SO TICKT DIE BÖRSE: POSITIVES BILD BEI MONATSBETRACHTUNG
==============================================================

Der abgelaufene Monat Mai war für die US-Börsen der
schlechteste Monat Mai seit 40 Jahren. Kein Wunder, dass wir in
den ersten Juni-Tagen eine leichte Erholung gesehen haben, doch
gelöst sind die Probleme derzeit noch nicht.

Der Vorstoß Deutschlands in Sachen ungedeckter Leerverkäufe ist
richtig und gut, doch noch lange nicht ausreichend, um die
internationalen Finanzmarktregeln zu erzwingen, die
erforderlich sind. Davon abgesehen scheint es ein
aussichtsloser Kampf, die ausgeuferte Staatsverschuldung in den
Griff zu bekommen.

Die Situation hat sich in den vergangenen Tagen kaum verändert;
ich erwarte in den nächsten Tagen wieder die Schlagzeilen, die
wir vor einer Woche bereits schon einmal gelesen haben. Daher
habe ich heute die Monatsbetrachtung der wichtigsten Indizes in
den Mittelpunkt des Kapitels 02 gerückt. Während es kurzfristig
gar nicht so gut aussieht, eröffnet die Monatsbetrachtung doch
ein recht optimistisches Bild für die mittelfristige
Entwicklung.

Schauen wir uns zunächst einmal die Wochenbewegung der
wichtigsten Indizes an:


INDIZES 3.6.10

Dow Jones 10.255 0,0%
DAX 6.054 2,0%
Nikkei 9.901 1,4%
Euro/US-Dollar 1,218 -1,5%
Euro/Yen 112,89 0,3%
10-Jahres-US-Anleihe 3,38% 0,0
Umlaufrendite Dt 2,20% 0,0
Feinunze Gold USD $1.204,60 -0,7%
Fass Crude Öl USD $74,42 -0,5%
Baltic Dry Shipping I 3.933 -6,6%


Die Börsen scheinen sich zu stabilisieren, die heftigen
Kurseinbrüche der Vorwoche scheinen vorerst gestoppt.
Gleichzeitig hellt sich die Stimmung unter den Anleger sichtbar
auf, schauen Sie selbst:

SENTIMENTDATEN

ANALYSTEN:
Empfehlungen (Anzahl Empfehlungen):

Kaufen / Verkaufen
14.05.- 21.05. (---): Daten nicht verfügbar
21.05.- 28.05. (170): 46% / 20%
28.05.- 04.06. (270): 57% / 15%

ANALYSTEN KAUF
Daimler, Credit Suisse, BP

ANALYSTEN VERKAUF
Conergy, Fiat, Porsche


PRIVATANLEGER:
20. KW 2010: 52% Bullen (97 Stimmen)
21. KW 2010: 69% Bullen (81 Stimmen)
22. KW 2010: 64% Bullen (86 Stimmen)
Durchschnittlich erwarteter DAX-Endstand für heute: 5.988

PRIVATANLEGER KAUF
EDF Energies, Societe General, Credit Agricole

PRIVATANLEGER VERKAUF
BP, Arcandor

Die Sentiment-Daten wurden in Zusammenarbeit mit Sharewise
erstellt: http://www.sharewise.com?heibel


MONATSBETRACHTUNG

DOW JONES 10.136
Um bis zu 12% sind die Kurse im Monat Mai eingebrochen. Unterm
Strich blieb ein Minus von 7,9% übrig, der schlechteste Mai für
den Dow Jones seit 40 Jahren. Sämtliche Gewinne dieses Jahres
wurden abgegeben, der Dow Jones notiert wieder nahe den Tiefs
vom Februar.

Im Bereich 9.800 bis 10.000 hat sich ein Boden gebildet, der
mit zunehmender Zeit immer stabiler wird. So würde ich eine
kräftige Unterstützung bei 9.800 Punkten sehen.

Im Falle einer Rallye würde der Dow Jones Platz bis 11.000
Punkte haben. Dort würde er wieder zurück in den im März 2009
begonnenen Aufwärtstrend kommen.

Ein besonders negatives Zeichen ist das Unterschreiten der 200-
Tages-Durchschnittslinie bei 10.300 Punkten. So sprechen nun
viele Marktbeobachter von einem Bärenmarkt und halten jegliche
Rallyes für nichts weiter als kurze Erholungsrallyes.


DAX 5.964
Mit einem Monatsverlust von nur 2,8% hat der DAX eine deutliche
relative Stärke gegenüber dem Dow Jones bewiesen. Dennoch
betrug die Schwankungsbreite im DAX im Mai 11%, die
Verunsicherung in Europa und in Deutschland ist groß. Ich
interpretiere die relative Stärke des DAX dahingehend, dass
Deutschland aus den Turbulenzen des Euros als Exportnation
gestärkt hervorgehen wird.

Der DAX ist aufgrund seiner relativen Stärke noch immer über
seinem 200-Tagesdurchschnitt und hat mit seiner Korrektur das
Februartief von 5.433 Punkten noch lange nicht erreicht. All
dies ist verhältnismäßig bullisch. Und so ließe sich als Ziel
einer Rallye der Widerstand bei 6.300 Punkten ausmachen. Eine
Korrektur würde das Februartief bei 5.433 Punkten ansteuern.

Schauen wir einmal in den US-Dollar Wechselkurs, ob wir damit
die unterschiedliche Erwartung für DAX und Dow Jones begründen
können.


USD/EUR 1,231
Um weitere 7,4% ist der Euro gegenüber dem US-Dollar im Mai
eingebrochen. Seit dem Hoch im Dezember bei 1,53 USD/EUR ist
der Euro um 20% gefallen. Für deutsche Exportunternehmen mit
lang laufenden Rahmenverträgen im außereuropäischen Raum
(Rheinmetall!) wird sich dies schon kurzfristig in überraschend
hohe Währungsgewinne umwandeln. Aber auch mittel- und
langfristig profitieren die deutschen Exportunternehmen von der
gestiegenen preislichen Wettbewerbsfähigkeit ihrer Produkte auf
den internationalen Märkten. So erkläre ich mir die relative
Stärke des DAX gegenüber dem Dow Jones.

Der Wechselkurs befindet sich in einem Abwärtstrend und als
Ziel habe ich die 1,15 USD/EUR im Blick. Sollte dieser
Abwärtstrend unterbrochen werden, so könnte insbesondere der
Dow Jones ansteigen, was zu einem weltweiten
Konjunkturoptimismus führen würde und somit auch den DAX wieder
mit nach oben nehmen könnte. Eine Gegenbewegung würde in
Richtung 1,26 USD/EUR laufen.


NIKKEI 9.769
Fast schon eine Katastrophe ist die Entwicklung in Japan, der
Nikkei hat im Mai 11,7% verloren. Der japanische
Premierminister Hatoyama hat diese Woche (fast zeitgleich mit
Bundespräsident Köhler) das Handtuch geworfen und macht Platz
für einen Neuen. Seinem Finanzminister Naoto Kan werden derzeit
die besten Chancen zugesprochen. Es scheint, dass in Japan so
langsam erkannt wird, dass ein Regierungschef tiefgreifende
Kenntnisse von den Finanzmärkten haben sollte. In China ist das
schon lange selbstverständlich, in Deutschland sind wir davon
noch weit entfernt.

Nach dem Rücktritt Hatoyamas ist der Nikkei um 3% angesprungen.
Schauen wir mal, wie der nächste Premier zum Außenwert des
japanischen Yens steht.

Eine Unterstützung für den Nikkei gibt es bei 9.400 Punkten,
dann erst wieder bei 9.050. Eine Erholung würde bis 10.450
Punkte laufen.


YEN/EUR 112,26
Von einem schwachen Yen für die Exportnation Japan wollte der
Premierminister Hatoyama nichts wissen, der Euro fiel gegenüber
dem Yen auf ein 8-Jahrestief. Ein so starker Yen belastet die
japanische Wirtschaft und ist somit die Erklärung für die
extrem schlechte Performance des Nikkeis im Mai. Gegenüber dem
Yen ist der Euro im Monat Mai um 10% eingebrochen!

Die Wirren um den Regierungschef und sein Rücktritt in dieser
Woche sind bereits in der Entwicklung des Wechselkurses der
vergangenen Tage zu sehen, die Stärke des Yens lässt nach und
der Euro bildet einen Boden. Die Kaufkraftparität ist auch auf
diesem Niveau noch nicht erreicht, dennoch verschafft die
Bodenbildung auf diesem Niveau vorerst eine Verschnaufpause.
Und diese vorübergehende Stabilität gefällt den Börsen, die
Kurse steigen.

Als nächstes Ziel des festen Yens würde ich einen Wechselkurs
von 100 YEN/EUR erwarten. Sollte der neue, noch zu wählende
Premier eine Rückkehr zu einem schwachen Yen ankündigen, dürfte
sich der Trend bald umkehren. Eine Gegenbewegung könnte bis 120
YEN/EUR laufen.

Der extrem starke Yen ist auch gegenüber dem US-Dollar zu
erkennen, dort hat der Yen im Mai um 2,9% zugelegt.


ÖL 74,55 USD/Fass
In der Entwicklung des Ölpreises sehen wir, dass die
Turbulenzen in der EU nicht das einzige Thema an den
Finanzmärkten waren. Zum einen wurde eine zu erwartende
restriktive Geldpolitik der EU als Vorbote einer schwachen
europäischen Konjunktur gewertet, was die Weltwirtschaft
beeinträchtigen würde und somit eine schwache Ölnachfrage zur
Folge hätte. Zum anderen hat aber auch China eine restriktive
Geldpolitik umgesetzt und somit Sorgenfalten auf die Stirn der
Ölindustrie gejagt. Ein langsameres Wachstum in China würde
ebenfalls die Ölnachfrage beeinträchtigen.

So ist der Ölpreis im Mai um 13,5% eingebrochen, das Tief lag
bei 67 USD/Fass. Ich halte diesen Einbruch für übertrieben, da
China zum einen das eigene Wirtschaftswachstum nicht abwürgen
wird und Deutschland zum anderen eine Exportnation ist, die vom
schwachen Euro profitiert. Für die nächsten Wochen würde ich
daher eine Unterstützung bei 70 USD/Fass erwarten, sofern
nochmals Konjunktursorgen aufkommen.

Eine Erholung würde den Ölpreis wieder an die untere Begrenzung
der Handelsspanne der vergangenen Monate bei 79 USD/Fass
heranführen. Die Folge der Katastrophe in der Karibik
(Explosion der Ölbohrinsel von BP) dürften teure
Sicherheitsauflagen für die Ölindustrie sein, so dass der
Ölpreis eher noch teurer wird.


GOLD 1.234 USD/Oz
Das Edelmetall ist seinem Ruf als Krisenwährung gerecht
geworden. Im Mai wurde bei 1.249 USD/Oz ein neues Allzeithoch
erreicht. Das Monatsplus beträgt 3,2%. Die Turbulenzen um den
Euro führten dazu, dass Anleger ihr Kapital aus Europa abzogen
(schwacher Euro) und in US-Dollar (insbesondere US-Anleihen)
als auch in Gold anlegten.

Die Dynamik des Aufwärtstrends lässt jedoch vorerst nach und so
erwarte ich für die nächsten Wochen keine neuen Rekorde beim
Gold. Vielmehr würde eine Konsolidierung bis auf 1.160 USD/Oz
den Goldpreis auf verschiedene Zwischenhochs dieses Jahres
zurückholen. Anschließend befindet sich die nächste
Unterstützung bei 1.050 Euro.


==============================================================
03. AUSBLICK: DEPOTCHECK FÜR LFR. BEOBACHTUNGSLISTE
==============================================================

Der Ausblick bleibt den zahlenden Abonnenten des
Heibel-Ticker PLUS vorbehalten. Bitte haben Sie Verständnis
dafür, aber ohne eine kleine Einnahmequelle kann ich diesen
Dienst nicht aufrecht erhalten.


==============================================================
04. KOLUMNEN-TICKER: SOLAR MILLENNIUM, SOLON
==============================================================

SOLAR MILLENNIUM: ÜBLE GESCHÄFTSPRAKTIK TRIFFT UNMORALISCHEN
MANAGER

28.05.2010 | 12:02

Die Skandale im Hause Solar Millennium reißen nicht ab.

Diesmal wird ein Skandal nur indirekt bekannt und ist bislang
noch kaum von den Anlegern wahrgenommen worden: Solar
Millennium klagt gegebenenfalls gegen den ehemaligen
Vorstandsvorsitzenden Prof. Utz Claassen auf Rückzahlung der
Antrittsprämie. Für diesen Fall werden Rückstellungen in
einstelliger Millionenhöhe das Ergebnis belasten.

Wie bitte? Eine Antrittsprämie? Da wurde einem
Vorstandsvorsitzenden eine Prämie dafür gezahlt, dass er
vertragskonform am ersten Tag zur Arbeit erscheint? Prof.
Claassen wurde also mit einer Antrittsprämie gelockt? Und dann
wundert man sich, dass Prof. Claassen bei der erstbesten
Auseinandersetzung im Unternehmen das Handtuch schmeißt? Also
das hat mit solider Unternehmensführung in meinen Augen nichts
mehr zu tun.

Da beschwert man sich in Deutschland und aller Welt seit
einigen Jahren lautstark über die hohen Abfindungen, die
Manager erhalten, wenn sie vorzeitig aus dem Unternehmen
scheiden. Ein falscher Anreiz sei das, wird von den
Universitäten wissenschaftlich belegt. Und in dieser Situation
beschließt Solar Millennium, statt des goldenen Handschlags
beim Ausscheiden eines Managers solche Prämien bereits bei der
Einstellung auszuzahlen? Wenn ich nicht schon unzählige Male
über die Geschäftspraktiken von Solar Millennium gewettert
hätte, dann wäre ich spätestens nach dieser Geschichte
überzeugt, dass ich diesem Unternehmen keinen Cent zu treuen
Händen geben würde.

Die Meldung lässt offen, ob die Rückstellungen „in einstelliger
Millionenhöhe“ allein für die zu erwartenden
Rechtsstreitigkeiten gebildet werden müssen, oder ob darin auch
die Summe der Prämie selbst enthalten ist, die zuvor vielleicht
schon wieder in die Bilanz Eingang gefunden hätte. Auch das
würde mich nicht mehr wundern.

Prof. Utz Claassen hat alles richtig gemacht: Wenn man sich
schon auf ein Unternehmen wie Solar Millennium einlässt, dann
müssen die einem schon vorab ein ziemlich hohes Schmerzensgeld
zugestehen. Aber trotzdem: In meinen Augen ist es unmoralisch,
sich zu solchen Konditionen anheuern zu lassen. Wenn eine
„Antrittsprämie“ erforderlich ist, um mich in ein Unternehmen
zu locken, dann würde ich das Unternehmen lieber gleich links
liegen lassen. Soviel Anstand würde ich von jedem Manager
erwarten – leider lässt Prof. Utz Claassen diesen Anstand
offensichtlich vermissen.


SOLON: ÜBERLEBEN VORERST GESICHERT

01.06.2010 | 17:42

Solon hat heute bekannt gegeben, dass die Verhandlungen über
eine Kreditzusage in Höhe von 275 Mio. Euro mit Hilfe von
staatlichen Bürgschaften zu einem erfolgreichen Ende gekommen
sind.

Damit ist die akute Liquiditätssorge nunmehr zunächst behoben.

Im vergangenen Jahr hat Solon mit einem Umsatz von 354 Mio.
Euro insgesamt 195 Mio. Euro EBIT Verlust geschrieben.
Inzwischen gab es weitreichende Umstrukturierungen bei Solon
(sprich: Entlassungen) und auf dem Solarmarkt gab es
vorgezogene Subventionskürzungen. Mit den Maschinen, die im
vergangenen Jahr zwar nicht ausgelastet waren, jedoch aus
Kostengründen auch kaum modernisiert wurden, möchte Solon im
laufenden Jahr 520 Mio. Euro Umsatz erzielen.

Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres hat Solon bei
einem Umsatz in Höhe von 89 Mio. - gegenüber Q1/2009 ist das
ein Umsatzplus von mehr als 100% - nur noch 6 Mio. Euro Verlust
(EBIT) erzielt. Vor dem Hintergrund der vorgezogenen
Subventionskürzung ist dieser Umsatzsprung nachvollziehbar,
dass jedoch selbst dadurch noch immer kein Plus erzielt werden
konnte, zeigt in meinen Augen, dass Wettbewerber mit moderneren
Fabriken bessere Angebote haben.

Die 275 Mio. Euro, die Solon heute bekommen hat, werden zur
Ablösung auslaufender Kredite verwendet. Für neue Investitionen
ist meines Wissens kein wesentlicher Betrag vorgesehen -
vielmehr muss Solon weiterhin mit den vorhandenen Fabriken
gegen die modernisierten Fabriken der Wettbewerber kämpfen.

Die Aktie notiert heute 15% im Plus, damit ist Solon unter
Berücksichtigung der Verbindlichkeiten 440 Mio. Euro wert
(Marktkapitalisierung plus Finanzverbindlichkeiten). Für ein
gesundes Unternehmen ist eine Marktkapitalisierung etwa in Höhe
des Umsatzes in Ordnung. Dafür jedoch, dass Solon insgesamt
Verbindlichkeiten von über 370 Mio. Euro hat und diese Schulden
mit veralteten Fabriken bedienen muss, halte ich diese
Bewertung für zu hoch. Gut, die Insolvenz ist vorerst
abgewendet. Doch ein profitables Unternehmen ist dadurch noch
nicht entstanden.

===============================================================
05. LESERFRAGE: RENTENVERSICHERUNG
===============================================================

Ihre Fragen schicken Sie bitte an leserfragen/at/heibel-
ticker/./de. Ich werde künftig nur noch eine Leserfrage
veröffentlichen. Den Rest beantworte ich direkt. Bitte fragen
Sie mich nur zu Unternehmen mit einem Marktwert von mindestens
100 Mio. Euro bzw. USD.

=================

FRAGE:

Guten Tag Herr Heibel,

es ist selten, dass ich die Investition in eine Dienstleistung
nicht bereue. Ihren Dienst habe ich nun schon 2 Freunden
empfohlen und bin mit Ihrem Brief ziemlich entspannt was
Aktienkäufe angeht.

Bei meiner sonstigen Vorsorge sieht es allerdings anders aus.
Ich habe folgende Altersvorsorge vor ein paar Jahren
abgeschlossen:

1. Rentenversicherung 1 mit 30 EUR / Mon. (Sparplan)
2. Rentenversicherung 2 mit aktuell 150 EUR / Mon.(zu zahlender
Betrag steigt p.a. um 2%) (Sparplan)
3. Riesterrente mit max. Einzahlbetrag (Sparplan)

Bisher war ich zufrieden mit der Entscheidung. Es sollte ein
Sicherheitsbaustein in der Altersvorsorge sein, bei dem ich mit
keiner außerordentlichen Rendite plante. Jedoch wenn der Wert
des Euros sinkt, so habe ich in 35 Jahren von dem Geld auch
weniger. Was würden Sie an Ihrer Stelle mit den Versicherungen
machen.

Ihre Empfehlung in Gold, Haus und Aktien anzulegen, plane ich
ebenfalls und sehe die Versicherungen als komplementäre
Absicherung, die sich aber auch rechnen lassen muss.

Besten Dank im Voraus für ihren Ratschlag,
Leonhard aus Puebla


ANTWORT:

Ich halte es genauso wie Sie: Auch ich zahle monatlich kräftig
in Rentenversicherungen ein und schaue mit Tränen in den Augen,
wie schlecht sich deren Wert entwickelt. Doch ich halte das für
eine sinnvolle Absicherung gegenüber meinen Aktiengeschäften
sowie den anderen von Ihnen aufgelisteten Aktionen (Gold,
Haus). Wir wissen nicht, was unseren Politikern als nächstes
einfällt: Gold zu besteuern oder zu verbieten? Vermögenssteuer
auf Häuser? Abgeltungssteuer erhöhen?

Also: Ich würde auch weiterhin die staatlich geförderten Kanäle
Rentenversicherung / Riester / etc. bedienen.


==============================================================
06. BEOBACHTETE WERTE
==============================================================

Bitte beachten Sie auch den Kundenbereich auf meiner
Internetseite unter www.heibel-ticker.de. Dort finden Sie
aktuelle Charts mit meinen jeweils aktualisierten
Einschätzungen.

==========

Im Wochenverlauf habe ich zu mehreren Titeln Anmerkungen im
Kundenbereich der Webseiten verfasst. Selten sind diese
Anmerkungen nur tagesaktuell, es reicht in der Regel, wenn Sie
einmal die Woche dort hinein schauen.

Auf der Einstiegsseite heibel-ticker.de sehen Sie im Ticker am
oberen Bildrand auf den ersten Blick, zu welchen Titel aktuelle
Anmerkungen erstellt wurden.

Hier nun die Übersicht über die offenen Positionen. Wie
angekündigt habe ich jeweils die langfristigen von den
spekulativen Positionen getrennt. Bei den langfristigen
Positionen werde ich in den kommenden Wochen jeweils eine
Risikostreuung berücksichtigen.

Unter „Änd“ steht die Gesamtveränderung seit Empfehlung. Unter
„Woche“ steht die Änderung zur Vorwoche. Unter „Empf.“ steht
die Empfehlung, ob diese Position zu
H - Halten,
K - Kaufen,
NK – Nachkaufen,
V – Verkaufen,
TV - Teilverkaufen ist oder mit einem
SL - Stopp Loss
KL - Kauflimit oder
VL - Verkaufslimit versehen werden sollte.


Auch dieses Kapitel bleibt den zahlenden Abonnenten des
Heibel-Ticker PLUS vorbehalten. Bitte haben Sie Verständnis
dafür, aber ohne eine kleine Einnahmequelle kann ich diesen
Dienst nicht aufrecht erhalten.


==============================================================

Eine erfolgreiche Börsenwoche,
take share

Stephan Heibel
http://heibel-ticker.de


mailto:info/at/heibel-ticker/./de

==============================================================
07. DISCLAIMER / HAFTUNGSAUSSCHLUSS UND RISIKOHINWEISE
==============================================================

Wer un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen
nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte
un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen in Umlauf
setzt, wird mit Lust-, manchmal auch mit Erkenntnisgewinn
belohnt; und wenn alles gut geht, fällt davon sogar etwas für
Sie ab. (frei nach Robert Gernhardt)

Wir recherchieren sorgfältig und richten uns selber
nach unseren Anlageideen. Dennoch müssen wir jegliche
Regressansprüche ausschließen, die aus der Verwendung
der Inhalte des Heibel-Tickers entstehen könnten.

Die Inhalte des Heibel-Tickers spiegeln unsere Meinung
wider. Sie stellen keine Beratung, schon gar keine
Anlageempfehlungen dar.

Die Börse ist ein komplexes Gebilde mit eigenen Regeln.
Anlageentscheidungen sollten nur von Anlegern mit
entsprechenden Kenntnissen und Erfahrungen vorgenommen
werden. Anleger, die kein tiefgreifendes Know-how über
die Börse besitzen, sollten unbedingt vor einer
Anlageentscheidung die eigene Hausbank oder einen
Vermögensverwalter konsultieren.

Die Verwendung der Inhalte dieses Heibel-Tickers erfolgt
auf eigene Gefahr. Die Geldanlage an der Börse
beinhaltet das Risiko enormer Verluste bis hin zum
Totalverlust des eingesetzten Kapitals.


==============================================================
Heibel-Ticker Ende
==============================================================
(-;______________________________________________;-)


http://heibel-ticker.de
1 Kommentare
1
Antworten auf den Thread: (1)
Zuletzt gepostet: 14/Jun/2010 17h07

Discussed Stocks
DBI:DAX 22,471 -0.2%
DAX
DAX
DAX
World Indices
Australia -0.9%
Brazil 0.0%
Canada 0.0%
France -0.3%
Germany -0.2%
Greece -0.0%
Holland -0.7%
Italy -0.0%
Portugal -0.5%
US (DowJones) -0.5%
US (NASDAQ) -2.8%
United Kingdom 0.3%
Gainers (%)